Englische Woche führt nach Ochsenhausen

Bild TSV: Joao Geraldo, auf diesem Foto im Trikot des Zweitbundesligisten TSV Bad Königshofen, steht möglicherweise den Grabfeldern als Gegner im Team der TTF Liebherr Ochsenhausen gegenüber Bild TSV: Joao Geraldo, auf diesem Foto im Trikot des Zweitbundesligisten TSV Bad Königshofen, steht möglicherweise den Grabfeldern als Gegner im Team der TTF Liebherr Ochsenhausen gegenüber
Der TSV trifft möglicherweise auf seinen ehemaligen Publikumsliebling
Bad Königshofen (rd) Gut 48 Stunden nach Ende des Heimspiels mit der 1:3-Niederlage gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt geht die Reise zum Auswärtsspiel ins Mekka des europäischen Tischtennissports. Das Bundesleistungszentrum des DTTB, an dem auch Bad Königshofens Kilian Ort trainiert, befindet sich zwar in Düsseldorf. Von den gesamten Rahmenbedingungen her, hauptsächlich für Nachwuchsspieler aus dem europäischen Ausland, ist das „Liebherr-Masters-College“ in Ochsenhausen das Sprungbrett in die deutsche Bundesliga und zu internationalen Einsätzen. Dort sorgen fünf hauptamtliche Trainer und der Sportmanager Daniel Zwickl für die sportliche Ausbildung und die Vermittlung zu anderen Vereinen von Spielern, die nicht oder noch nicht dem Ochsenhausener Anspruchsniveau entsprechen. Die Hand hat man aber immer drauf und im Spiel, wenn es um Vereinswechsel geht. Trainiert wird in der Liebherr-Arena. Die Sportler leben in Wohngemeinschaften und müssen sich von der Verpflegung her außer dem Frühstück um nichts kümmern. Die findet in Partner-Restaurants der TTF (Tischtennisfreunde) statt.
Dies alles gilt zurzeit auch noch für zwei junge Spieler mit guten Kontakten zum TSV Bad Königshofen. Der Portugiese Joao Geraldo war eine Saison lang für die Grabfelder aktiv und verzückte mit seinem südländischen Charme und Temperament nicht nur die Teenies in der Dreifachturnhalle. Dann zog es ihn erst nach Grünwettersbach, ehe ihn Ochsenhausen in seinen Stall holte. Als Teamplayer wurde die Nummer 65 der Weltrangliste aber nicht glücklich bei den TTF, kam nur auf wenige Einsätze (Bilanz 1:4) und wechselt am Saisonende in die französische Pro A Liga. Zu gern wäre er nach Bad Königshofen zurückgekehrt, hätte aber zu große Abstriche machen müssen.
Stattdessen kommt nun der 19-jährige Ungar Bence Majoros, ein WG-Kumpel von Geraldo, ins Grabfeld. Er machte sich als 16-Jähriger aus seiner Heimat auf ins TT-College, wurde zuerst zum Zweitligisten TTC Weinheim, dann zu Borussia Dortmund transferiert. Heute vor einer Woche unterschrieb er in Bad Königshofen. Mit dabei war TTF-Manager Daniel Zwickl, der den Königshöfern von traumhaften Verhältnissen berichtete. Aktuell sind fünf Weltklasse-Spieler im Kader des Tabellenvierten und Mitfavoriten fürs Play-off, die nach dem Best-of-three-System ab Halbfinale die Finalisten und den Deutschen Meister ermitteln. In Bestbesetzung könnten die TTF eine echte Gefahr für den Abonnement-Sieger Düsseldorf werden.
Und so verriet Zwickl zum Beispiel, dass man außer dem Luxus-Problem der Qual der Wahl der Drei von Fünf kein Problem bei Auswärtsspielen hat. Während die Königshöfer in der Regel, wie auch heute, relativ rechtzeitig, wenn kein Stau dazwischen kommt, vor dem Spiel anreisen, spielen und wieder zurück fahren, reisen die TTF wesentlich komfortabler. Nämlich schon einen Tag vorher im Vereins-eigenen Kleinbus, trainieren am Vorabend des Spiels, übernachten im Hotel, trainieren am Vormittag, haben Ersatzmann, Physiotherapeut, manchmal Mannschaftsarzt und Manager dabei. Der wirtschaftliche und sportliche Vergleich mit dem TSV mutet an wie das Duell David gegen Goliath und ist immer unter diesen Gesichtspunkten zu sehen.
Alle fünf Spieler stehen in der Weltrangliste vom 1. Februar vor dem besten Königshöfer: Der Franzose Simon Gauzy an 9, der Brasilianer Hugo Calderano an 17, der Portugiese Joao Geraldo an 65, der Japaner Yuto Muramatsu an 68 und der Pole Jakub Dyjas an 68. Wie lautet doch wieder die Vision des Liebherr-Masters-College: „Junge europäische Spieler zu Europa- und Weltmeistern formen.“ Egal in welcher Besetzung die Gastgeber die Gäste aus dem Grabfeld empfangen: Es ist zu vermuten, in der bestmöglichen. Denn im drittletzten Spiel der Saison darf man sich keinen weiteren Lapsus wie am Sonntag bei der 1:3-Niederlage in Grünwettersbach erlauben, will man das erklärte Saison-Minimalziel Play-off nicht aufs Spiel setzen. Der punktgleiche SV Werder Bremen (5., je 18:12) wartet nur darauf.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Februar 2018 11:33

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Sa, 29. Sep. 10:00 Uhr
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Sa, 29. Sep. 15:30 Uhr
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Sa, 29. Sep. 19:30 Uhr
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Fr, 05. Okt. 20:00 Uhr
TSV III - TSV Brendlorenzen

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