Zum Saisonfinale fährt ein Fanbus

Bild TSV: Letztmalig im Trikot des TSV Bad Königshofen beim Auswärtsspiel in Mühlhausen: Darko Jorgic Bild TSV: Letztmalig im Trikot des TSV Bad Königshofen beim Auswärtsspiel in Mühlhausen: Darko Jorgic
Für Darko Jorgic das letzte Spiel im Trikot des TSV Bad Königshofen
Bad Königshofen (rd) Vor zwölf Monaten hatte man sich beim TSV Bad Königshofen soeben durchgerungen, den Aufstieg in die Bundesliga zu wagen, sich bewusst dessen, dass man das Kärpflein, höchstens der Karpfen im Hecht-Teich, nicht umgedreht, sein würde. Wenigstens ein Spiel gewinnen mit dieser Boy-Group mit 20 Jahren Durchschnittsalter gegen die gestandenen Profis, mehr als die Hälfte unter den Top 50 der Weltrangliste, war das Ziel. Nun geht im thüringischen Mühlhausen beim Tabellensechsten Post SV diese Saison schon wieder zu Ende. Zu Buche stehen vor diesem Spiel bereits fünf Siege, davon drei in Auswärtsspielen. Die erfolgreichste Phase war Ende November, Anfang Dezember, als man hintereinander den Ersten und den Zweiten der Tabelle, Düsseldorf (3:2) und Mühlhausen (3:1), schlagen konnte.
Die Borussen haben sich dafür bereits revanchiert. Das Rückspiel mit dem 0:3 in Bad Königshofen wird 1260 Zuschauern unvergessen bleiben. Die Postler (6./14:20) haben die Revanche noch vor. Sie spielen ihre fünfte Saison in der TTBL und erreichten im vergangenen Jahr mit Rang 7 ihre beste Platzierung. Das zu wiederholen hatte ihr Trainer Erik Schreyer als Ziel ausgegeben. Diese Runde schließen sie, falls ihnen ein Heimsieg gelingt, sogar als Sechster ab. Höchstwahrscheinlich selbst bei einer Niederlage, weil Grünwettersbach (7.) und Bergneustadt (8., je 12:22) in Bremen bzw. Ochsenhausen sehr hohe Hürden vor sich haben. Aber auch der TSV will hohe Hürde sein, kann bei einem Sieg Bergneustadt noch von Platz 8 verdrängen. Für Platz 7 reicht das Spielverhältnis nicht aus.
Die Thüringer hatten ihre beste Phase in der Vorrunde, als sie Tabellenführer und bis zum achten Spieltag nie schlechter als Zweiter waren. Der Knacks kam mit der Niederlage in Bad Königshofen. Danach gab es nur noch zwei Siege gegen Grenzau und Bergneustadt. Der 1951 als „Betriebssportgemeinschaft“ gegründete Verein mit der „Sektion“ Tischtennis wurde sehr schnell thüringische Tischtennis-Hochburg, 16-maliger DDR-Meister und ist heute Leistungszentrum des Thüringischen Tischtennisverbands.
Ein thüringischer oder deutscher Spieler steht nicht im Kader, von dem eine positive Bilanz der Post-Einser Ovidiu Ionescu mit 12:11 hat. Mit Calderano, Fegerl, Filus, Steger und Oikawa hat der 38-jährige Rumäne, WR-60. und dreifache Olympiateilnehmer für Rumänien, schon die Topspieler der Liga entzaubert, im Hinspiel aber gegen Jorgic verloren. Der 31-jährige österreichische Meister Daniel Habesohn, WR-64., hat u.a. den Skalp von Gauzy (WR-8.) und Robles im Trophäenschrank. Bei Europameisterschaften gewann er je ein Mal Gold im Doppel und mit der Mannschaft, kam in der Liga auf 8:14. Knapp negativ (8:9) spielte bisher der 40-jährige Tscheche Lubomir Jancarik, der den Fuldaer Groth und den Bremer Assar, demnächst Düsseldorf, geschlagen, aber gegen den TSV-Ersatzmann Filip Zeljko 0:3 verloren hat.
Kilian Ort sieht für Mühlhausen den USA-Trip mit dem Spiel gegen Grünwettersbach in New York als den Knackpunkt der Saison. „Jetzt sind sie dort, wo man sie vor der Saison erwartet hatte.“ Ionescu sei ein sehr aggressiver Spieler, gut auf den Beinen und stark in der Offensive. Daniel Habesohn könne an guten Tagen jeden Gegner der Liga schlagen und mit Lubomir Jancarik hätten sie eine soliden Dreier, „den unser Filip in Überform aber klar schlagen konnte.“ Er selber habe noch nie in Mühlhausen gespielt. „Ich habe aber mehrfach gehört, dass sie in einer sehr kleinen Halle spielen, was für sie schon einen erheblichen Heimvorteil ausmacht. Wir Spieler fühlen, dass das eine sehr schnelle Halle ist, ganz anders als in einer großen Arena wie letzte Woche in Bremen. Es wird auch viel lauter zugehen, die Zuschauer sollen sehr emotional sein. Man sagt, da soll schon mal im Moment des Aufschlags eine Bierflasche umfallen oder eine andere lautstark geöffnet werden und es soll schon sehr speziell sein. Aber wir haben ja auch unsere eigenen Fans dabei, die uns hoffentlich gegen die Trommler und anderen Instrumentalisten, die schon im Hinspiel dabei waren, unterstützen. Wir sind zwar wie immer der Außenseiter, wollen sie aber ein zweites Mal knacken oder wenigstens ein bisschen ärgern. Schließlich will sich Darko Jorgic mit einem Erfolg von uns Richtung Saarbrücken verabschieden.“ Eine Bad Königshöfer Firma sponsert einen Bus, der um 15.30 Uhr an der Shakehands-Arena startet. Aktuell sind noch 15 Plätze vorhanden. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

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