Vorletztes Heimspiel mit besonderer Geste

Bild TSV: Dankeschön für einen großen Kämpfer: Christoph Schüller ging zusammen mit Kilian Ort jahrelang durch dick und dünn und war an allen Aufstiegen von der Landesliga Nord bis in die Bundesliga beteiligt. Am Sonntag bekommt er einen TTBL-Einsatz im Team seines Heimatvereins TSV Bad Königshofen Bild TSV: Dankeschön für einen großen Kämpfer: Christoph Schüller ging zusammen mit Kilian Ort jahrelang durch dick und dünn und war an allen Aufstiegen von der Landesliga Nord bis in die Bundesliga beteiligt. Am Sonntag bekommt er einen TTBL-Einsatz im Team seines Heimatvereins TSV Bad Königshofen
Christoph Schüller steht vor seinem TTBL-Debüt
 
Bad Königshofen (rd) Von der Tabellensituation her verspricht dieses Spiel nicht zwangsläufig Höchstspannung: Der Tabellensiebte TSV Bad Königshofen (10:18) empfängt den Neunten TTC Schwalbe Bergneustadt (8:20). Doch zum einen sind dies die zwei 3:0-Sieger des vergangenen Spieltags. Und zum anderen kann bei einem Heimsieg eine Vorentscheidung darüber fallen, wer von ihnen plus Grünwettersbach am Saisonende den Mittelfeldplatz 7 belegen wird. Für die Grabfelder ist dies auf jeden Fall ein Ziel: Das höchste von allen, die sie im Lauf dieser ersten Bundesliga-Saison nach jedem der fünf Siege, wie beim Hochsprung die Latte, höher gelegt hatten.
Zur Revanche kann diese Begegnung zudem werden. Nach 2:0-Führung ging das Hinspiel noch mit 2:3 für die Königshöfer verloren, und besonders Darko Jorgic ist auf Wiedergutmachung bedacht. 7:1 führte er im fünften Satz gegen Alvaro Robles und verlor dennoch nach dreidreiviertel Stunden die letzten zwei Bälle und somit 10:12. Es war eine der bittersten Niederlagen für Jorgic und den TSV, eingetragen in die Spalte unter „Lehrgeld“.
Die Königshöfer gingen vor einer Woche zum ersten Mal als Favorit in ein Bundesligaspiel und wurden dieser Rolle auch im Schnellverfahren gerecht, gewannen mit 3:0 und 9:2 Sätzen beim Traditionsverein Grenzau aus dem Westerwald. Diese Bergneustädter aus dem Bergischen Land, rund 50 Kilometer östlich von Köln, haben am vergangenen Sonntag ebenfalls in überzeugender Manier 3:0 gewonnen, allerdings gegen einen viel stärkeren Gegner Grünwettersbach. Ähnlich wie in Bad Königshofen um Kilian Ort wurde beim TTC Schwalbe mit Unterstützung eines großen Fahrradschlauch-Herstellers um das Eigengewächs Benedikt Duda eine inzwischen schon etablierte Bundesligamannschaft aufgebaut, deren Manager Dudas Vater Erwin ist.
Der hat zum Kader, den er in der nächsten Saison ins Rennen schicken will, bemerkt: „Nachdem wir in den letzten Jahren mit einem Team aus deutschen Nationalspielern nicht den gewünschten Erfolg hatten, verfolgen wir nun unser neues Konzept mit internationalen Spielern weiter.“ Und so verpflichtete er den Engländer Paul Drinkhall, Nr. 35 der Weltrangliste. Hinzu kommt als neuer Spielertrainer der 40-jährige Chinese Yang Lei. Benedikt Duda, WR-49-ster, kam u.a. durch Siege gegen Franziska, Walther, Oikawa, Calderano, Karlsson, Steger und Assar, allesamt aus dem vorderen Viertel aller Aktiven, auf die 13:10-Bilanz. Alvaro Robles, WR-39-ster, hat Darko Jorgic, Karlsson, Tokic und Morizono auf der Liste, aber eine 6:12-Bilanz. Mit beiden hat Duda verlängert, mit Steffen Mengel und Kamal Achanta noch nicht.
Doch ginge es den Weltranglisten-Positionen nach, gäbe es nur ein Schlusslicht, den TSV Bad Königshofen. Darko Jorgic ist 78., Mizuki Oikawa 130. Die beiden wollen morgen die Kastanien aus dem Feuer holen. Kilian Ort kommt aus Düsseldorf als Ersatzmann. Er stellt, eine ganz noble Geste, seinem langjährigen Wegbegleiter Christoph Schüller seinen Platz in der Mannschaft für ein Danke-Christoph-Spiel zur Verfügung: Eine schon vor der Saison vereinbarte Abmachung – auf Anregung von Manager Andy Albert und mit Einverständnis aller sonstigen Beteiligten. Schüller begann zusammen mit Ort als 16-Jähriger in der Landesliga Nord und war an allen Aufstiegen bis in die Bundesliga beteiligt. Inzwischen verstärkt er als Nummer 1 die 2. TSV-Mannschaft in der Bayernliga Nord, studiert und trainiert in Prag. „Es soll auch ein Dankeschön an die ganze Familie Schüller, besonders seinen Vater Anton, sein, der eine große Stütze des Helferteams ist und federführend die Zusatztribüne in Eigenleistung gebaut hat.“ Albert begründet weiter: „Wenn wir schon eine Tischtennis-Familie sind, dann gehört auch so eine Geste dazu. Der Junge hat sich das verdient. Es ist ein Danke von mir und der Abteilung und Kilian war sofort einverstanden.“
Schüller spielte vor einer Woche mit einer Spritze gegen die Schulterschmerzen, konnte unter der Woche aber ohne Probleme trainieren. „Er hat mit Sicht auf dieses Highlight für ihn im Training etwas übertrieben und sich eine Entzündung zugezogen“, so Andy Albert. „Ein Bundesligaspiel in seiner Karriere, das hat er sich redlich verdient - und Kleinbardorf einen Bundesligaspieler. Es wäre schön, wenn das Publikum diese Geste mit trägt und ihn mit Christoph-Christoph-Rufen unterstützt. Ich freue mich riesig auf diesen Sonntag.“
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