Zum ersten Mal als Favorit

Bild TSV: Mit einem Sieg in Grenzau könnte der TSV einen Schritt Richtung Tabellen-Mittelfeld machen. Kilian Ort (links) im Hinspiel und sein Gegner Kirill Gerassimenko Bild TSV: Mit einem Sieg in Grenzau könnte der TSV einen Schritt Richtung Tabellen-Mittelfeld machen. Kilian Ort (links) im Hinspiel und sein Gegner Kirill Gerassimenko
Von Ort und Co. wird beim Schlusslicht TTC Grenzau ein Sieg erwartet
Bad Königshofen (rd) Das siebte Auswärtsspiel in der Tischtennis-Bundesliga führt den Aufsteiger und Tabellenachten TSV Bad Königshofen zum Traditionsverein, aber Tabellenletzten TTC Zugbrücke Grenzau. Wobei dieser Verein, unabhängig vom Ausgang dieses Spiels, für alle Zeiten in der Chronik der Königshöfer verewigt sein wird, weil dem TSV gegen ihn im ersten Jahr 1. Bundesliga im fünften Spiel der erste Sieg (3:1) gelang. Diesen zu wiederholen ist natürlich das erklärte Ziel, mit dem die „Boygroup“, die Reise in den Westerwald antreten wird. Allein wer ihn als selbstverständlich betrachtet, frei nach dem Motto, wer in Düsseldorf gewinnt, sollte das auch in Grenzau können, der sollte auch mit einer Enttäuschung umgehen können. Mit Revanchegelüsten muss gerechnet werden. Jene Niederlage im Hinspiel beim sieglosen Aufsteiger schlug nämlich bei den Grenzauern wie eine Bombe ein, deren Zündschnur allerdings schon gelodert haben muss, wie ihr Trainer Dirk Wagner hinterher zugab. Dem waren die durchwachsenen bis schlechten Leistungen seiner Nummer 1, des Chinesen mit ukrainischem Pass Kou Lei, schließlich Nummer 31 der Weltrangliste, ein Dorn im Auge.
Besonders weil er gegen den für Mizuki Oikawa eingesprungenen TSV-Ersatzmann Koudai Hiraya bei der 0:3-Niederlage ziemlich leblos spielte. Vier Spiele bestritt Kou Lei danach noch, siegte gegen Wang Xi (Fulda), Duda (Bergneustadt), Dyjas und Gauzy (Ochsenhausen) und Källberg (Düsseldorf), fünf absolute Spitzenspieler der Liga, bevor man sich dann doch vorzeitig von ihm trennte. Für ihn rückte der zweifache deutsche Doppel-Meister Jörg Schlichter aus der zweiten Mannschaft (Oberliga Süd-West) nach. Aus der Distanz betrachtet sieht das nach Schlussstrich und Umbruch aus. Man wird die Saison überstehen, kann aber unbeschwert aufspielen, weil es keinen Absteiger gibt. Ein weiterer Grund also für die Gäste, einen Fehler in Form von Unterschätzen zu machen.
Schlichter hat bisher zwar seine sechs Einzel verloren. Der 34-Jährige hat aber drei Jahre lang 1. Bundesliga in Frickenhausen und Grenzau gespielt und jede Menge Erfahrung. Zur Einordnung seiner Möglichkeiten: In der vergangenen Zweitliga-Saison schlug er mit Grenzau II im Hinspiel Filip Zeljko 3:1, verlor gegen Kilian Ort 0:3. Im Rücksspiel bezwang er Kazuhiru Yoshimura 3:2. Genug Erfahrung hat auch der Rumäne Constantin Cioti (34), der übrigens diese Saison gern in Bad Königshofen gespielt hätte, bevor er dann doch in Grenzau anheuerte. Er kann jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren. Cioti unterlag im Hinspiel 1:3 gegen Darko Jorgic. Den einzigen Sieg für Grenzau landete damals der Kasache Kirill Gerassimenko mit drei Mal 11:9 gegen Kilian Ort.
Dritter Mann im Bunde, der bisher erfolgreichtse (5:13), vermutlich aber die Nummer 2, ist der 21-jährige Kirill Gerassimenko, WR-48, aus Kasachstan. In dieser neuen Besetzung hat Grenzau zuletzt drei achtbare Niederlagen gegen Mühlhausen (6.), Bremen (5.) und Saarbrücken (2.) bezogen, vor einer Woche in Grünwettersbach (7.) aber eine 0:3-Abfuhr (2:9 Sätze) bezogen. Jetzt kann man sich´s aussuchen, was auf die Gäste aus dem Grabfeld zukommt, die sich zum ersten Mal in dieser Saison in die Favoritenrolle gedrängt sehen: In der zweiten Liga der Regelfall, in dieser Runde etwas völlig Neues. „Knifflig, aber nicht unlösbar“, so überschreibt Tom Neumann vom TTC aus dem Brexbachtal seine Erwartungen. Und: „Die Zuschauer in der Zugbrückenhalle können sich auf einen hochinteressanten Vergleich freuen. Das Team von Cheftrainer Dirk Wagner will alles daran setzen, gegen die Mannschaft aus Nordbayern den dritten Saisonsieg einzufahren.“ Man warnt aber vor der Bilanz des Duos Jorgic/Oikawa, „die zusammen in der laufenden Saison mit 19 mehr Siege eingefahren haben als der TTC (14) insgesamt.“
Während Dirk Wagner in der Regel sein Trio im Olympiastützpunkt in Grenzau täglich im Training hat, nur Gerassimenko hat einen zehntägigen Lehrgang absolviert, kommen die Königshöfer aus allen Richtungen zusammen: Darko Jorgic aus Slowenien, Filip Zeljko aus Kroatien, Mizuki Oikawa aus Nürtingen/Frickenhausen und Kilian Ort direkt aus Düsseldorf. Gelänge diesen Sonntag ein Sieg beim Schlusslicht Grenzau und nächsten Sonntag daheim gegen den Vorletzten Bergneustadt, könnte man am 20. Februar gelassen zum Play-Off-Kandidaten Ochsenhausen fahren und dann dem Schlager-Heimspiel gegen den Serien-Meister Borussia Düsseldorf am 18. März entgegensehen.
  • TSV Fan Trikot

    Hol Dir dein TSV Fan Trikot in blau/schwarz (Trikot Blake) rot/schwarz (Trikot Barry) mit deinem Namen oder mit dem Namen deines TSV Lieblingspielers.

    Mit Angabe deiner Groesse (bis 5 xxl) zu 50 €.

    TSV Fanschal 10€

    weiterlesen...

Termine TTBL

So, 18. Mär. 15:00 Uhr
TSV - Borussia Düsseldorf
Do, 29. Mär. 19:00 Uhr
Post SV Mühlhausen - TSV

Nächsten Spiele

Keine Termine

Saisonheft


Hier Downloaden

Zum Seitenanfang